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Freitag, 30. September 2022

Diese staatlichen Förderungen sind ausgelaufen

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Wohnungs- und Hausbesitzer profitieren von staatlichen Förderprogrammen. Mit der abrupten Einstellung einiger Zuschüsse wurden viele Menschen aber kurzfristig überrascht. Die Folge sind Planungsunsicherheit und viele offene Fragen. Der folgende Ratgeber bringt Licht ins Dunkel und gibt einen Überblick darüber, welche Förderungen noch bewilligt werden.

Energie- und Materialkosten belasten Verbraucher und Hausbesitzer

Die Förderung von Bauvorhaben ist nicht ohne Grund populär. Steigende Baukosten auf dem Weltmarkt bürden Unternehmen und Hausbauer Ärger auf. Die Preise für Betonstahl und andere dringend benötigte Rohstoffe haben sich ausgeweitet. Neben der Corona-Pandemie verteuert die Knappheit von Gas durch den Ukraine-Krieg zusätzlich Materialien. Besonders betroffen sind:

– Stahlbeton
– Holz
– Bitumen auf Erdölbasis

Metalle sind im Vergleich zum Vorjahr um 25,4 % und beim Bauholz um 61,4 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund wünschen sich Hausbesitzer Unterstützung durch Förderzuschüsse. Einige davon sind noch immer erhältlich. Zahlreiche Programme wurden mittlerweile allerdings gekürzt oder eingestellt.

Welche Förderanträge sind weiterhin möglich?

Die staatliche Förderung bei einer Badsanierung kann noch immer beantragt werden. Hilfsmittel werden für den barrierefreien Umbau des Badezimmers gewährt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist der korrekte Ansprechpartner. Sie bezuschusst den Einbau mit dem Programm 455-B zur Reduktion von Barrieren in einer Höhe von 10 % der Investitionskosten. Neben der KfW sind Förderungen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich. Es fördert in Bestandsgebäuden den Einbau von Wärmepumpen, Solaranlagen und den Gebäudenetzanschluss. Dafür müssen komplizierte Antragsformulare ausgefüllt und rechtzeitig beim Bundesamt eingereicht werden.

Diese KfW-Programme werden nicht mehr bewilligt

Zu den derzeit ungünstigen Baubedingungen kommt das Auslaufen einiger Förderprogramme als zusätzliche Belastung hinzu. Zum Jahresbeginn ist das Programm KfW 55-Förderung für Neubauten beendet worden. Es bezuschusste zuvor neue Wohngebäude, die bestimmten energetischen Richtlinien entsprachen. Auf diese Weise gebaute Häuser benötigen lediglich 55 % des Energiebedarfs eines Referenzhauses. Das Bundeswirtschaftsministerium stoppte im Januar 2022 die Förderung für das Programm. Neue Anträge werden nicht mehr genehmigt. Von dem Förderstopp ebenfalls betroffen sind einige Sanierungsprogramme. Der KfW-Zuschuss 461 wurde endgültig eingestellt. Damit konnten Eigenheimbesitzer Mittel in Höhe von bis zu 75000 EUR für Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz beantragen. Die Förderung Effizienzhaus 100 wurde ebenso bis auf Weiteres ausgesetzt.

Diese Faktoren sollten Hausbesitzer beachten

Vor jedem Hausbau, aber auch jeder Sanierung sollte die Finanzierung auf soliden Füßen stehen. Bereits vor dem Bauvorhaben sollte man sich unabhängigen Rat bei einem Gutachter holen. Finanzexperten und Berater haben Kenntnisse über aktuelle Fördermöglichkeiten. Jeder Antrag sollte zudem vor dem Verschicken durch einen Fachmann geprüft werden. Flüchtigkeitsfehler oder falsche Angaben lassen das Vorhaben in manchen Fällen scheitern. Zusammenfassend sind folgende Punkte essenziell:

– rechtzeitiges Verschicken der Unterlagen
– vorherige Überprüfung durch Sachkundige
– Auswahl des richtigen Förderprogramms

Werden diese Aspekte beachtet, profitieren Häuslebauer noch immer von attraktiven staatlichen Begünstigungen.

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