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Freitag, 30. September 2022

Die verschiedenen Methoden des modernen Recruitings

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Schon seit geraumer Zeit herrscht in vielen Branchen ein Fachkräftemangel. Nach der Corona-Krise hat sich dieser Mangel noch weiter verschärft. Vor allem in der Gastronomie und in der Pflege werden händeringend gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. In den kommenden Jahren wird sich diese Situation noch weiter verschärfen, weil immer mehr Angehörige der Babyboomer-Generation das Rentenalter erreichen und damit dem Arbeitsmarkt fehlen werden. Kaum eine Branche wird verschont bleiben. Ohne eine kräftige Zuwanderung – sind sich Experten sicher – wird es zukünftig nicht mehr gehen. Was schlecht für die Unternehmen ist, ist gut für die Arbeitnehmer. Sie können sich zunehmend aussuchen, wo sie arbeiten möchten und den Betrieben immer mehr ihre Bedingungen aufdiktieren. Für Unternehmen wird es daher stetig schwieriger, neues Personal zu finden. Wer Kräfte an sich binden möchte, muss seine Recruiting-Konzepte neu überdenken. Einfach nur eine Anzeige in einer Zeitung oder auf einem Jobportal zu schalten funktioniert nicht mehr so gut wie früher – manchmal sogar überhaupt nicht mehr.

Eine Arbeitnehmermarke schaffen

Moderne Unternehmen haben sich schon lange mit dem Thema Employer Branding beschäftigt. Ins Deutsche übersetzt steht der Begriff für eine authentische Arbeitgebermarke. Unternehmen müssen sich so attraktiv wie möglich zeigen und dies nach innen und vor allem nach außen propagieren. Es geht dabei nicht nur ums Gehalt. Junge Arbeitnehmer wollen Verantwortung tragen. Sie wollen abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen und Spaß an der Arbeit haben. Sie wollen sich im Unternehmen entwickeln können und auch flexibel und familienfreundlich tätig sein. Zudem sind sie natürlich für Benefits jeglicher Art offen: Fahrradleasing, kostenlose Obstkörbe, geförderte Mitgliedschaften im Fitnessstudio und Entspannungs- und Erholungszonen auf dem Betriebsgelände sind nur ein paar Bespiele.

Die Zielgruppe dort abholen, wo sie ist

Nahezu jeder internetaffine Mensch ist heutzutage auf Social-Media-Plattformen unterwegs. Und dort, wo sich die Menschen tummeln, müssen die Recruiter aktiv werden. Die wichtigsten Portale sind in diesem Bereich nach wie vor Instagram und Facebook. Sie bieten perfekte Tools zum Social Recruiting. So lassen sich etwa zielgruppengenau Anzeigen ausspielen. Daneben ist es wichtig, die eigenen Social-Media-Kanäle zu bedienen und mit hochwertigen Inhalten zu füllen, die gleichzeitig auch die Unternehmenskultur im positiven Sinne spiegeln. Große Unternehmen haben für diese Tätigkeiten längst eigenes Personal abgestellt. Wer kein Budget dafür übrig hat, der kann auch externe Partner für die Mitarbeitergewinnung beauftragen.

Homepage attraktiv gestalten

Was auf den Social-Media-Plattformen gemacht wird, sollte auch auf der eigenen Homepage passieren. Auch hier gilt es, die Stellenangebotsseiten zu optimieren und im Sinne des Employer Brandings die Vorzüge des Unternehmens zu betonen. Oft werden etwa Videos angeklickt, die zeigen, wie das Arbeiten in einem Unternehmen aussieht. Außerdem sollten die Hürden und Anforderungen reduziert werden. Wer seitenweise Formulare ausfüllen lassen will oder zig Dokumente verlangt, wird viele Menschen gleich wieder vertreiben. Idealerweise gibt es Programme auf der Seite, mit denen sich Interessenten innerhalb von fünf bis zehn Minuten bewerben können.

Selbst auf das Personal zugehen

Headhunter praktizieren schon seit vielen Jahren das Prinzip, aktiv auf mögliche Bewerber zuzugehen und diese mit attraktiven Angeboten anzulocken. Auch fest angestellte Recruiter im Unternehmen gehen immer öfter diesen Weg und bewerben sich bei potentiellen Angestellten. Was früher ausschließlich andersherum lief, ist inzwischen keine Seltenheit mehr: Unternehmen müssen sich bei den Menschen bewerben und diesen eine Anstellung schmackhaft machen. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, Aktionstage oder Hausmessen im eigenen Betrieb zu veranstalten. Diese Events sollten aber nicht zu trocken gehalten werden – ein Unterhaltungs- und Musikprogramm steigert die Attraktivität erheblich.

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